Die Herkunft der Korat   HTML-Text darstellen
 

Die Korat bezieht ihren Namen von der nordthailändischen Provinz Korat. Hier soll die Korat gehäuft vorgekommen sein, und als sich König Rama V (1868-1910) nach den Katzen erkundigte, und man ihm mitteilte, dass sie aus Korat kämen, beschloss er, dass sie auch so heißen sollten.

Im „Smud Khoi of Cats“ (Katzengedichte-Buch), einer alten Handschrift aus der Ayudhyaepoche (1350-1767) werden die Augen der Korat blumig als „Tautropfen auf einem Lotusblatt“ beschrieben.





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Die Korat gilt als eine der ältesten natürlichen Katzerassen der Welt. In Thailand, dem Herkunftsland der Korats, genießen die seltenen Katzen ein hohes Ansehen und gelten als Glücksbringer (Si-Sawat-Katze). Die Silberspitzen der Korat symbolisieren Reichtum und die Fellfarbe gleicht der von Regenwolken. Dies erklärt, warum die Korat in Dürrezeiten, als Teil einer Prozession, durchs Dorf getragen wird, in der Hoffnung, dass dann der Regen einsetzt. Auch reichlichen Kindersegen sollen sie bescheren, und deshalb legt man Frischvermählten eine Si-Sawat ins Hochzeitsbett.

 

Jenanca Waltzing Matilda (Züchterin: Jen Lacey/Besitzerin: Sanela Jenic). Dieses Weibchen ist hier auf dem Bild 10 Monate alt und es ist gut zu erkennen, dass die Augenfarbe noch in der Entwicklung ist und auch die Kopfform noch nicht "fertig" ist.

Die Augen sind das Charakteristikum einer Korat- fast übergroß für ihr Gesicht und von einem strahlenden Grün, welches amerikanische Koratzüchter gern als „traffic-light green“ bezeichnen; auch „peridotgrün“ findet man in den Beschreibungen. Dieses Peridotgrün steht am Ende eines langen
Entwicklungsprozesses, welcher nach dem zweiten bis dritten Lebensjahr als abgeschlossen gilt.


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Das erste Zuchtpärchen in der westlichen Welt kam 1959 zu Mrs. Jean Johnson (Cedar Glen) nach Amerika. Die beiden Katzen Narra und Darra (Bruder und Schwester) kamen als Geschenk von einer thailändischen Züchterin. Sie sind auch heute noch am Ende vieler Stammbäume zu finden. Um allzu große Inzucht zu vermeiden mussten 2 Bluepoint Siamesen eingekreuzt werden. Doch bald darauf sorgten neue Importe aus Thailand für frisches Blut, und der Erfolgsweg der Korat war unaufhaltsam.

 

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In den 60er Jahren gewann die Korat in Amerika mehr und mehr an Beliebtheit, und 1965 wurde die vereinsunabhängige „Korat Cat Fanciers Association“ gegründet, deren Ziel „der Schutz und die Entwicklung der Katze mit dem Thaiausweis“ ist. Eine der Mitbegründerinnen der KCFA, Mrs Daphne Negus, ehemalige Heraudgeberin der Catworld (USA), ist auch heute noch Ansprechpartnerin, und gern gesehener Gast auf Koratsonderschauen in Amerika und Europa. Ihre „Koratstory“ ist ein einzigartiges Dokument über den Ursprung und die Beduting dieser seltenen Rasse in Thailand. Daphne Negus züchtete unter dem Zwingernamen „Si Sawat“.

In Deutschland tauchten die ersten Korats Mitte der 70er Jahre auf. Pionierzüchterinnen wie Frau Elisabeth Weber (von Rominten), Frau Bauer, Frau Figge (v. Khe Morat) und Frau Osinsky (Osiko Namy) verhalfen schließlich Anfang der 80er Jahre der Korat zum Durchbruch.

 

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In Skandinavien kämpfte Frau Efi Kleive (Pimai) um die Anerkennung der Korat und ihr und den skandinavischen Züchtern ist es zu verdanken, dass die Korat 1982 Championstatus auf Ausstellungen erhielt.


Zur Zeit gibt es in Deutschland 6 Koratzüchter, die alle darauf bedacht sind, die Rasse populärer zu machen. Korats zu züchten bedeutet lange Fahrtwege zu befreundeten Züchtern, Deckkatern und Sonderschauen im Ausland. Es setzt Idealismus und Ausdauer voraus; wer den schnellen Erfolg auf Ausstellungen sucht, ist mit einer anderen Rasse besser beraten. Die Korat ist eine Katze für Individualisten, die sie wirklich schätzen, und gegen keine Rasse der Welt eintauschen würden.